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Was KI in meinen Projekten macht — und was nicht

Ich sage offen, dass ich mit KI-Werkzeugen arbeite. Hier steht genau, wofür — und wo ich sie mit Absicht weglasse.

KI-Werkzeuge sind der Grund, warum ich als Einzelner Projekte in Wochen baue, für die sonst ein Team antritt. Das ist kein Werbespruch, sondern verändert, was ein Projekt kostet und wie lange es dauert. Deshalb gehört es erklärt — und zwar genauer als mit „KI-gestützt“.

Beim Bauen: KI schreibt mit, ich entscheide

KI schreibt heute den Großteil des Codes: Funktionen, Tests, Dokumentation, Varianten zum Vergleichen. Meine Arbeit ist eine andere: festlegen, was gebaut wird, das Ergebnis am echten Fall prüfen, verwerfen, was nicht trägt — und verantworten, was am Ende läuft.

Jede Zeile selbst zu lesen, verspreche ich nicht — das wäre bei diesem Tempo nicht ehrlich. Was ich verspreche: Wo es darauf ankommt, prüfen automatische Tests jede Änderung, bevor sie live geht. Bei einer Plattform zur Baumhöhenmessung aus Drohnenbildern etwa rechnen die Tests echte Versuchsflächen nach. Was kaputtgeht, fällt auf, bevor es beim Kunden ankommt.

Im Produkt: nur mit klarem Auftrag

In eine fertige Anwendung kommt KI nur, wenn sie eine klar umrissene Aufgabe hat. Ein Beispiel ist ein Anfrageassistent für einen Eventcaterer: Ein Interessent beschreibt sein Vorhaben in eigenen Worten, die KI macht daraus strukturierte Angaben — Datum, Personenzahl, Ort — und bereitet eine Anfrage-Mail an den Betreiber vor. Der Mensch entscheidet, die Software nimmt ihm das Abtippen ab.

Technisch gilt dabei immer: Der Zugangsschlüssel zum KI-Dienst liegt auf dem Server, nie im Browser. Und jede solche Schnittstelle bekommt Zugangsschutz und eine Drossel — eine offene KI-Schnittstelle ist eine Einladung, sie auf Kosten des Betreibers zu benutzen.

Wo ich KI weglasse

  • Bei Messwerten. Die Forstplattform berechnet Baumhöhen mit nachvollziehbaren Verfahren aus Höhenmodellen, nicht mit einem Sprachmodell. Jede Zahl sagt, woher sie kommt und wie sicher sie ist. KI-Hinweise gibt es dort nur, wenn man sie ausdrücklich einschaltet.
  • Bei Entscheidungen mit Haftung. Ob ein Baum geprüft werden muss oder ein Angebot rausgeht, entscheidet ein Mensch.
  • Wo es ohne einfacher ist. Ein Formular, das fünf Felder prüft, braucht keine KI. Jede zusätzliche Abhängigkeit ist etwas, das ausfallen kann.

Was das für Ihre Daten heißt

Daten gehen nur an einen KI-Dienst, wenn Sie dem zugestimmt haben — und wo es geht, ohne Personenbezug. Welcher Anbieter wofür eingesetzt wird, steht vorher schriftlich fest. Wenn Sie keine KI in Ihrem Produkt wollen, baue ich es ohne. Das kostet dann manchmal etwas mehr Zeit, aber nie die Sorgfalt.